Sonntag, 8. April 2007

Ramses II.: Der große Pharao von Ägypten





















Wiesbaden (archaeologie-welt) - Ramses II. (Ramses der Große), geboren um 1298 v. Chr. als Sohn des Pharaos Sethos und dessen königlicher Gemahlin Tuja, gestorben am 19. Juli 1213 v. Chr., war der dritte altägyptische König (Pharao) aus der 19. Dynastie des Neuen Reichs. Sein Name "Ramessu Meriamun" heißt zu deutsch "Re ist der, der ihn geboren hat, Geliebter des Amun".

Ramses der Große regierte von 1279 bis 1213 v. Chr. und gilt als einer der bedeutendsten Herrscher des Alten Ägypten. Zu seiner Regierungszeit erlangte Ägypten - trotz einiger Kriege - eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Eine ebenso hohe Blüte wurde später nicht mehr erreicht.

Bereits als Zehnjähriger erhielt Ramses II. von seinem Vater den Ehrentitel "Oberkommandierender des Heeres". Mit knapp 15 Jahren erhob ihn sein Vater zum Mitregenten. 1279 v. Chr. wurde er nach dem Tod seines Vaters zum Pharao gekrönt.

1274 v. Chr. wurden die Ägypter unter Prinz Ramses II. bei einem Vorstoß nach Syrien in der Schlacht von Kadesch von den Hethitern unter König Hattusili II. zurückgeschlagen. Nach seiner Rückkehr ließ der Prinz in Ägyten jedoch diese Schlacht als einen großen Sieg seiner Truppen verkünden.

In der Folgezeit stabilisierte sich der hethitische Einfluss im Norden, doch die Hethiter konnten nicht bis nach Ägypten vordringen. Ramses II. führte noch dreimal sein Heer nach Norden.

Als die Hethiter später von einem neuen Feind, nämlich den Assyrern, bedroht wurden, bot der Hethiter-König Hattusili III. dem Pharao von Ägypten einen Friedensschluss und Bündnispakt an. 1259 v. Chr. schlossen Ramses II. und Hattusili III. einen Nichtangriffspakt und ein Bündnis. Syrien wurde geteilt und der Orontes bildete die Grenze. 1246 v. Chr. schlug Hattusili III. die Heirat von Ramses II. mit seiner Tochter Maathorneferure vor, um ihr Bündnis noch zu vertiefen.

In die Zeit von Ramses II. fiel auch der in der Bibel geschilderte Auszug der Israeliten aus Ägypten (Exodus) unter Moses.

Der große Pharao ließ viel bedeutende Bauten errichten: die neue Residenz Ramses-Stadt im Osten des Nildeltas, Karnak, Luxor, die Felsentempel von Abu Simbel und Abydos. Bis heute blieben auch Teile des Ramesseums in Theben-West, des etwa 900 x 600 Meter großen, dem Gott Amun geweihten Totentempels von Ramses II., erhalten.

In Abu Simbel am westlichen Nilufer befanden sich ursprünglich zwei bedeutende Felsentempel von Ramses II. Vor dem Eingang des größeren Tempels konnte man kolossale Sitzfiguren des Königs bewundern. Die Aufstauung des Nils durch den Assuanhochdamm bedrohte die Tempel von Abu Simbel. Sie wurden 1964 bis 1968 zn 65 Meter höher und etwa 180 Meter landeinwärts verlegt.

Ramses II. hatte drei "Große Königliche Gemahlinnen": Nefertari, Isisnofret (möglicherweise eine syrische Prinzessin) und die hethitische Prinzessin Maathorneferure. Diese Frauen brachten angeblich mehr als 15 Kinder zur Welt. Insgesamt sind 40 Töchter und 45 Söhne von Ramses II. bekannt.

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