Mittwoch, 20. August 2008

Neue Aspekte bei der Interpretation der klassischen Maya-Kultur

Rogeez (archaeologie-welt) - Gerade ist die neue Ausgabe von "AmerIndian Research. Zeitschrift für indianische Kulturen von Alaska bis Feuerland" (ISSN 1862-3867) erschienen. Darin wird weltweit erstmals eine Untersuchung für eine neue Datierung der klassischen Mayakultur (englisch und deutsch) veröffentlicht. Diese neue Datierung ordnet die gesamte klassische Periode der Maya-Kultur 208 Jahre später ein, als die seit einigen Jahrzehnten gebräuchliche Goodman-Martínez-Thompson-Korrelation. Dadurch ergeben sich ganz neue Aspekte bei der Interpretation der klassischen Maya-Kultur und ihre Einordnung in die Globalgeschichte. Um Daten des Mayakalenders mit dem christlichen Kalendersystem in Beziehung zu setzen, ist die Anwendung einer Korrelation notwendig. Eine Korrelation fixiert den Anfangspunkt des Mayakalenders, das Ausgangsdatum 13.0.0.0.0 4 Ahaw 8 Kumk’u, im Julianischen Kalender. Der Autor Andreas Fuls beschreibt in seiner Untersuchung eine neue Methode der Korrelationssuchmethode. Diese sucht schrittweise Tag für Tag nach der Korrelation mit der besten Übereinstimmung, wobei moderne astronomische Berechnungen mit verschiedenen astronomischen Interpretationen des Dresdner Kodex und auf Monumenten der klassischen Periode der Maya verglichen werden. Ergebnis ist eine Abweichung von der bisher gebräuchlichen Einordnung der klassischen Maya-Kultur um 208 Jahre!